Rolli
Technische Lösung

Container, die sich selbständig nahezu lautlos und ohne Emissionen aus dem Hafen wegbewegen, in ununterbrochener Kette, bis 30 000 Container pro Tag, ein Wunschtraum oder machbar ?

Dieses System macht es möglich: autonome Bahnwagen mit Linearantrieb.

Ein vergleichbares System wurde entwickelt von:
"Neue Bahntechnik Paderborn"
Deren sehr anschauliche Homepage zeigt viele weitere Informationen.

Schiene
Fahrweg

Schienenflächen sind in den Ladezonen grösstenteils vorhanden oder eingeplant.
Optimal ist ein eigenes, im äusseren Bereich kreuzungsfreies Netz. Dieses Netz enthält zwischen den Schienen eine dritte Schiene mit dem Statorfeld des Linearmotors (s. u.) sowie passive Weichen. Streckenweise als Hochbahn ausgebaut können Kreuzungen vermieden werden. Relativ kleine Achslasten (unter 20to/Achse) und geringe Geschwindigkeit (max. 20km/h) ermöglichen kostengünstige Fahrwegskonstruktionen und geringe Lärmbelästigung.

Rolli
Fahrzeug

Transportmittel für die Container sind Bahnwagen in Containerlänge, die selbständig vom Ladeort zum Entladeort fahren. Angetrieben durch Linearmotore und gesteuert durch integrierte Computer rollen die "Containerrollis" von den Ladezonen auf die Strecke zu den Verteilzentren, hier ermöglicht dieses Antriebs/Steuerungssytem minimale Abstände zwischen den Wagen.
Die Rollwagen setzen sich zusammen aus dem Tragrahmen mit den Befestigungspunkten für die Container sowie zwei Fahrwerken mit je einer Achse, zwei Rädern und dem Antriebs-und Bremsmodul des Linearantriebs.
Weitere Motoren, Getriebe und Bremsen sind nicht notwendig.
Diese Bauweise ermöglicht eine sehr kostengünstige Fertigung der Rollwagen.

Linearantrieb
Antrieb

Bewegt wird der Bahnwagen mit einem Linearmotor, das Prinzip ähnelt einem abgewickelten Elektromotor.

In diesem Projekt wird eine weitere Schiene in Gleismitte montiert, diese Schiene enthält Spulen, die ein Magnetfeld entlang der Schiene fortbewegen. Dieses Magnetfeld zieht den Rollwagen mit oder bremst ihn. Unbegrenzt viele Rollwagen können mit minimalem Abstand fahren.
Dasselbe Prinzip treibt erfolgreich seit Jahrzehnten den Transrapid.

Da der Linearmotor hier nur relativ geringe Massen bei geringer Geschwindigkeit antreiben und bremsen muss, kann er klein und materialsparend aufgebaut sein.
Die Leistung dieses Motors kann an den Fahrweg angepasst sein, stärker an Steigungen oder Beschleunigungszonen, materialoptimiert auf weiteren Wegen.

Steuerung

Jeder Bahnwagen enthält einen kleinen Computer mit Funkanbindung. Bei der Beladung wird dem Computer das Fahrziel eingegeben. Die weitere Steuerung übernimmt der Rollwagen selbst.
Über Funk und in Abstimmung mit einem Zentralrechner wird die Stärke des Linearantriebs und damit die Geschwindigkeit vorgegeben. Das Fahrziel wird über passive Weichen erreicht, die aktive Spurführung lenkt an der linken oder rechten Schiene entlang und ermöglicht so Abbiegen oder Geradeausfahrt.
Eine genauere Beschreibung dieser Entwicklung siehe:
"Neue Bahntechnik Paderborn"